Birnen

#1 von Biggi , 08.09.2011 19:45

Die Birnen

(Pyrus) bilden eine Pflanzengattung, die zu den Kernobstgewächsen (Pyrinae) in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehört.

Beschreibung
Birnen sind meist sommergrüne, selten fast immergrüne, mittelgroße Bäume oder selten auch Sträucher. Manche Arten bilden Dornen. Die Schuppen der Winterknospen sind dachziegelartig angeordnet. Die wechselständigen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfache, ungeteilt Blattspreite ist gezähnt, ganzrandig oder selten auch gelappt und gestielt. In den Knospen sind sie gleichmäßig nach beiden Seiten eingerollt (involut). Im Herbst verfärben sich die Blätter meist rot bis scharlachrot. Nebenblätter sind vorhanden.

Die Blüten erscheinen vor den Blättern oder zusammen mit ihnen in doldentraubigen bis traubigen Blütenständen. Die gestielten Blüten sind zwittrig, radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelten Perianth. Die Blütenbecher (Hypanthium) sind becherförmig. Die fünf Kelchblätter sind in der Regel zurückgebogen oder ausgebreitet, dreieckig, kurz und bleibend oder hinfällig. Die fünf weißen oder seltener rötlich gefärbten Kronblätter sind fast kreisrund bis breit-länglich und genagelt. Es sind selten ab 10, meist 15 bis 30 Staubblätter vorhanden. Die Staubbeutel sind meistens dunkelrot bis purpurfarben. Die zwei bis fünf Griffel sind frei. Die meist fünf, selten auch zwei, drei oder vier unterständigen Fruchtblätter sind innen am Grunde miteinander verbunden und am Rücken beinahe komplett verwachsen mit dem Blütenbecher. Je Fruchtblatt sind zwei paarweise angeordnete Samenanlagen vorhanden.

Die Früchte sind meist birnenförmig, selten auch rundlich. Sie haben eine Länge von 2,5 bis 6 Zentimeter. Bei Kulturformen können sie auch viel größer sein, bei asiatischen kleiner. Die Fruchtfächer haben pergament- bis knorpelartige Wände. Im Fruchtfleisch sind zahlreiche grießartige Gruppen von Steinzellen vorhanden, diese können aber auch fehlen. Die Samen sind schwarz oder fast schwarz.


Verbreitung
Das Areal der Gattung umfasst Nordafrika, Europa (ausgenommen Nordeuropa) und Westasien über Persien und den Himalaya bis nach Ostasien und Japan. [1]


Geschichte
Birnen sind ein Kulturbegleiter, schon Homer berichtet von ihnen. Spätere Forschungen fanden heraus, dass der Birnbaum auch von den Babyloniern als heiliger Baum verehrt wurde. Sehr rasch haben die Menschen sehr viele Arten von Birnensorten gezüchtet. Theophrast erwähnt drei, Cato fünf bis sechs und Plinius erwähnt mindestens 38 Birnensorten. Im 17. Jahrhundert kannte man in Frankreich an die 300 Sorten, im 19. Jahrhundert war man schon bei 1000 angelangt. Die heutige Anzahl der Sorten in Alter und Neuer Welt wird auf 5000 geschätzt.

Das deutsche Wort „Birne“ (ahd. bira, mhd. bir, auch bire) ist ein sehr altes Lehnwort aus dem Lateinischen. Lat. pirum und die wohl verwandte griechische Bezeichnung À¹¿½ (ápion) sind wiederum letztlich wohl aus einer vorindogermanischen Mittelmeersprache entlehnt. Die wissenschaftliche Schreibung pyrus geht auf eine antike Volksetymologie zurück, die das Wort mit gr. ÀÍÁ (pýr) „Feuer“ in Verbindung brachte.

Birnbäume werden sowohl zum Obstanbau (Kultur-Birne) als auch zur Zierde (Blüten, Früchte) angepflanzt. Für die europäische Obstproduktion sind Varietäten von Pyrus communis wichtig, in Asien sind es dagegen die Sorten von Pyrus pyrifolia.


Frucht
Birnen als Dörrobst (Kletzen)Die Früchte vieler Birnen-Arten und -Sorten kann man entsaften oder roh als Obst essen. Zur Qualitätssicherung werden Birnen, die in den Handel gebracht werden, gepflückt, wenn sie kurz vor ihrer Reife stehen. Kalt gehalten lagern sie bis zum Verkauf und reifen dann nach. Sie zählen zu den klimakterischen Früchten.

Obwohl es sehr viele Birnen-Sorten gibt, sind im Handel nur Sorten erhältlich, die sich bei der Lagerung robuster als Wildbirnen erwiesen haben. Wildbirnen sind gegenüber Fäulnis sehr anfällig.


Ökologie
Birnen benötigen kühle Temperaturen, um einen Fruchtansatz zu bilden, wobei Norwegen in der Regel bereits zu nördlich für Birnen gelegen ist. Da die Birne früher als der blüht, ist sie im Vergleich zu ihm weniger widerstandsfähig.


Birne als Heilpflanze
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Birnen sind ein säurearmes Obst, enthalten aber etwa so viel Zucker wie Äpfel. Dadurch schmecken sie besonders süß und sind für säureempfindliche Menschen sehr bekömmlich. Weil sie zusätzlich gute Eisenwerte aufweisen, wirken sie Blutarmut entgegen. Sie enthalten außerdem viel Kalium, was entwässert, ihr Phosphorgehalt stärkt das Nervensystem.


Quelle:
http://www.spiegel.de/wikipedia/Birnen.html

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RE: Birnen

#2 von Biggi , 08.09.2011 19:46

Das Holz des Birnbaums

BirnbaumBirnbaumholz ist ein gefragtes Holz im Möbelbau.
Aufgrund seiner geringen Dauerhaftigkeit kann es nur für den Innenbereich genutzt werden.
Es ist hart, schwer, zäh und wenig elastisch.
Es hat eine mittlere Dichte von 0,74 g/cm³ (s. LWF Bericht Nr. 23).
Wie jedes schwere und dichte Holz neigt es bei der Trocknung stark zur Rissbildung und es arbeitet mitunter sehr, vergleichbar mit der ähnlich schweren Buche. Jedoch ist es im trockenen Zustand sehr formstabil.
Diese Stabilität hängt mit den sogenannten Steinzellen zusammen, die sowohl die Birne als Frucht wie auch das Holz aufweist.
Es handelt sich bei um filzartig verflochtene Zellen.
Der Brennwert des Birnenholzes ist etwas geringer als der des Buchenholzes, obwohl sie von der Dichte sehr ähnlich sind.
Das Holz ist sehr fein, sehr gleichmäßig und hat kaum sichtbare Jahresringe. Äußere Verletzungen des Baumes können aber zu violett braunen bis schwarz braunen Farbveränderungen führen.
Das Dämpfen des Holzes, etwa bei der Furnierherstellung, verschiebt die Farbe ins rötliche und dunkle.
Altert das Holz, so bekommt es eine sehr schöne dunkelbraune, bernsteinartige Färbung.
Diese Farbe ist eigentlich auch das einzige Unterscheidungsmerkmal für das bloße Auge zum sogenannten „Schweizer Birnbaum“, was eine Handelsbezeichnung für verschiedene Bäume der Gattung der Mehlbeeren (Sorbus) ist.
Poren sind mit bloßem Auge nur im Querschnitt zu erkennen.

Birnbaum eignet sich trotz seiner Härte zum Schnitzen, aufgrund der Steinzellen lässt es sich nämlich in verschiedenen Richtungen schneiden ohne auszureißen.
Es gibt sogar den „Mostbirnenschnitzer“, ein Vertreter einer alten Handwerkskunst.
Er schnitzte Backformen oder früher Druckstöcke oder Lettern aus Holz.
Alte Holzmodel sind aus Birnbaumholz geschnitzt, wie sie für Springerle Verwendung finden.

Verwendung findet es auch, wenn es schwarz gebeizt wird, als Ersatz für das sehr teure Ebenholz.

Quelle:
http://www.spiegel.de/wikipedia/Birnen.html

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