Der Pfirsichbaum

#1 von Biggi , 08.09.2011 19:47

Der Pfirsichbaum
(aus lat. malum Persicum, dieses wiederum von griech. ¼Æ»¿½  µÁùºÌ½ mêlon Persikón „persischer “; botanischer Name Prunus persica) ist eine der wichtigsten Arten der Gattung Prunus und gehört zur Familie der Rosengewächse.
Seine Früchte werden Pfirsiche genannt und zählen zum Steinobst.



Merkmale
Der Pfirsich ist ein bis zu acht Meter hoher Baum. Seine Zweige sind gerade und kahl. Auf der nseite sind sie rot gefärbt, auf der von der abgewandten Seite grün. Die Langtriebe besitzen eine Endknopse. Seitenknospen sind zumindest bei starken Langtrieben in der Regel zu dritt in Blattachseln vorhanden. Die Knospen sind behaart. Die Blätter sind lanzettlich, 8 bis 15 Zentimeter lang, 2 bis 4 Zentimeter breit und spitz bis lang zugespitzt. Ihre Basis ist breit keilförmig. Der Blattrand ist in der Regel doppelt und mehr oder weniger fein gezähnt. Die breiteste Stelle der Blattspreite befindet sich in der Mitte oder etwas oberhalb. Blattober- und Unterseite sind dunkelgrün und kahl. In Knospenlage sind die Blätter gefaltet. Der Blattstiel hat eine Länge von 1 bis 1,5 Zentimeter.

Die meist einzelnen Blüten sind sehr kurz gestielt oder fast sitzend. Ihr Durchmesser beträgt 2,5 bis 3,5 Zentimeter. Sie sind am Grund von Knospenschuppen umgeben und entfalten sich noch vor den Blättern. Der Blütenbecher ist glockig, Länge und Breite sind ungefähr gleich. Die Kelchblätter sind ganzrandig und an ihrer Außenseite wollig behaart. Die Kronblätter sind bis zu 2 Zentimeter lang, oval und meist ganzrandig. Sie sind meist tief, selten blass rosa gefärbt. Die ungefähr 20 Staubblätter sind geringfügig kürzer als die Kronblätter. Sie sind meist rötlich gefärbt, selten auch gelb.

Schemazeichung PfirsichfruchtDie meist kugelige Frucht hat einen Durchmesser von 4 bis 10 Zentimetern und eine Längsfurche. Sie ist blassgrün oder gelb, rötlich überlaufen und oft mit einer samtigen Behaarung bedeckt, aber dennoch glatt. Das Fruchtfleisch ist saftig, dickschichtig und blaßgrün oder orange. Der Steinkern hat meist fast die Form einer Kugel, eine dicke Schale, tiefe Furchen und ist sehr hart.

Die Blütezeit liegt im April.

Anbau
In Mitteleuropa wird der Pfirsich wegen seines Wärmebedürfnisses vor allem in Weinbaugebieten angebaut. Sind die Winter zu kalt, wird das Holz geschädigt und die frühe Blüte von Spätfrösten in Mitleidenschaft gezogen. Vermehrt wird der Pfirsich vorwiegend durch die Okulation.

Saftreife, aromatische Pfirsiche lassen sich in Mitteleuropa im Prinzip nur im eigenen Garten ernten. Die gekauften Pfirsiche werden in der Regel noch im harten Zustand vom Baum genommen, damit sie den Transport überstehen können. Solche Früchte reifen aber nicht vollkommen nach und das typische Pfirsicharoma ist nicht so stark ausgeprägt.


Geschichte
Einzelne PfirsichblütePfirsichblütenDer Pfirsich wurde nach Meinung von Experten vor mehr als tausend Jahren im Mittelmeerraum eingebürgert. Ursprungsland ist aber China, wo seine Kultur schon 2000 v. Chr. bekannt war. Er gelangte dann über Persien nach Griechenland und in weiterer Folge durch die Römer nach Mitteleuropa.

Es gibt auch einige Beschreibungen zur arzneilichen Verwendung des Pfirsichs. Beispielsweise empfahl Hildegard von Bingen die unreife Frucht samt Kernen, die Blätter, die Wurzel, das Harz und die Rinde zur äußerlichen Anwendung bei tränenden Augen, Kopfschmerzen und Gicht. Der Samen ist allerdings sehr giftig, da er ca. 6,5 % Blausäure abspaltendes Amygdalin enthält. Die alten Ägypter richteten sogar Verbrecher mit Pfirsichkernen hin. Auch die Blätter enthalten ein verwandtes Blausäureglykosid.[2]

Die gummiähnliche Ausscheidung der Frucht wurde bis zur Herstellung synthetischen Klebers in manchen Gegenden als Klebstoff verwendet.


Symbolik
In China gilt der Pfirsich als Symbol der Unsterblichkeit. In der daoistischen Mythologie baut die Königmutter des Westens (Xiwangmu) die Früchte in einem entlegenen Gebirgstal an, wo sie nur alle tausend Jahre reif werden. Ein berühmtes Werk des Dichters Tao Yuanming trägt den Titel Der Pfirsichblütenquell und berichtet von einer idealen Gesellschaft fernab der Zivilisation. Daneben sind mit dem Bild des Pfirsichs verschiedene sexuelle Konnotationen verbunden.


Quelle:
http://www.spiegel.de/wikipedia/Pfirsich.html

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